Erster Abend in der Psychiatrie

Irgendwie realisierte ich noch nicht richtig was gerade mit mir passierte.Dass ich nun für längere zeit von zu Hause weg war und dass es darum ging zu zu nehmen. Ich wusste ja nichtmal wirklich warum ich da war. Wusste nicht dass ich nicht mal einfach wieder anfangen werde mit essen und dann ist alles vorbei und wieder wie vorher.
Hätte mir damals jemand gesagt in über vier Jahren ist das alles immer noch nicht vorbei und weg wird es auch niemals ganz sein,hätte ich ihm nicht geglaubt.

Ich spielte eine runde Kicker mit meiner Zimmernachbarn,Fiona war ganz nett zu mir auch wenn ich ihr nicht zu nahe kommen wollte. Sie versuchte mich abzulenken bis es Abendessen gab,doch eigentlich wollte ich nur in meinem Bett liegen und weinen..

Zum Abendbrot bekam ich einen Platz zugewiesen,ganz hinten ab der Ecke,da mussten alle Magersüchtigen sitzen um besser beobachtet werden zu können von den Betreuern.
Außer mir hab es nur noch eine andere mit dem gleichen Problem dort,sie war 3 Jahre älter.. Die meisten anderen waren viel jünger,da es eine Kinderstation war.

Einerseits freute ich mich auf das Abendbrot,doch als ich dann ein Minibrötchen mit etwas Frischkäse gegessen hatte brach ich in tränen aus.
Die dicke Betreuerin nahm mich liebevoll in den Arm,die andere anorektische,Lisa,sprach mir gut zu,ihr wäre es an ihrem ersten Abend genau so ergangen und da dessen fiele ihr immer noch sehr schwer aber es würde immer besser.
Aber das war mit egal,ich wollte nach Hause wieder in meine leere Welt.in meinen Hunger. Meine Melancholie. Die eiserne Kälte.
Alles war besser als FETT!

19.9.13 21:33

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