Psychiatrie

Am nächsten morgen fuhr ich zusammen mit Mama und Papa los.
Mit meinem Teddy in der Hand saß ich völlig energielos im Auto und obwohl es nur etwa 40 km bis zur Kinder und Jugendpsychiatrie waren kam es mir vor wie eine Ewigkeit.
Ich hatte Angst vor dem was kommen würde.Ich war noch nie länger von zu Hause weg.
Ich wollte nicht weg von zu Hause,hatte Angst davor den Anschluss in der Schule zu verlieren.
Und dennoch freute ich mich auf eine aussergewöhnliche Weise.
Nicht nur weil der Arzt alles so schön beschrieben hatte.
Nein,ich freute mich eher darauf endlich wieder etwas essen zu 'dürfen' bzw eher zu 'können'.
Der Entschluss dort hinzugehen gab mir Hoffnung.
Hoffnung,jemanden zu finden dem ich alles erzählen kann.
Der mich versteht.
Meine Eltern versteht.
Hoffnung meine Probleme in der Griff zu bekommen.
Neue Energie zu schöpfen.
Meine Gefühle wieder zu finden.
Hoffnung,wieder essen zu können.
Einen Neuanfang zu machen.

Doch diese Hoffnungen wurden schon in dem Moment zerstört,in dem ih das Gebäude wo ich die nächsten Wochen verbringen sollte das erste Mal sah.
Aus dem idyllischen Bauernhof wurde ein heruntergekommener,grauer Betonklotz.

12.9.13 19:09

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